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Pollenallerge: Ohne Behandlung droht Asthma

Schniefnase, Kopfweh, Augenbrennen und Müdigkeit sind klare Anzeichen für eine allergische Reaktion. Jeder fünfte Deutscheleidet mittlerweile darunter. Häufigste Auslöser der allergischen Rhinokonjunktivitis,die eine Kombination aus Schnupfen und Bindehautentzündung ist, sind Gräser- und Baumpollen.

Viele Patienten ertragen den Heuschnupfenund warten auf bessere Zeiten, wenn der Flug der allergieauslösenden Pollenart endet. Jedoch handelt es sich keineswegsum eine harmlose Erkrankung, denn aus einem Heuschnupfen entwickeln sich unter Umständen weitere Unverträglichkeiten wie Kreuzallergien, die sich dann auch gegen Lebensmittelrichten können, oder sogar allergisches Asthma. Allergologen gehen davon aus, dass es bei einem Drittel der betroffenen Patienten nicht bei der alleinigen Pollenallergie bleibt.

Grund ist häufig die fehlerhafte oder ganz unterbleibende Behandlung der Allergie.Viele Patienten kaufen sich lediglich in der Apotheke Mittel, um die Symptome zu lindern. Ärztliche Hilfe wird dann oft zu spät in Anspruch genommen. Medikamente, die die Entzündung in den Atemwegen abklingenlassen könnten, werden zudem von vielen Betroffenen abgelehnt, weil sie in der Regel Kortison enthalten.

Wer bereits vor Beginn der Pollenflugsaison weiß, dass er allergisch reagiert, sollte vor dem Ausbrechen der ersten Symptome mit einer Behandlung beginnen. Neben den Kortikoiden stehen noch Cromone zur Verfügung. Beide Wirkstoffe sind antientzündlich,wirken aber erst mit Verzögerung und müssen deshalb kontinuierlich angewendet werden.Antihistaminika unterbinden die Ausschüttung von Histamin und lindern deshalb die Symptome schnell, haben jedoch keine entzündungshemmende Wirkung. Da die Antihistaminikader älteren Generation müdemachen, sollten neuere Medikamente gewähltwerden. Empfehlenswert ist unter Umständeneine Kombination der verschiedenenWirkstoffe.

Um eine Pollenallergie auf Dauer in den Griff zu bekommen, ist eine Hyposensibilisierung notwendig. Diese spezifische Immuntherapie (SIT) ist sehr aufwendig und dauert oft drei Jahre. Dabei wird das Allergen entwederin regelmäßigen Abständen beim Arzt unter die Haut gespritzt oder täglich zu Hause als Tropfen oder Tablette eingenommen. Wer durchhält, hat gute Chancen, beschwerdefrei zu werden oder weniger Symptome zu verspüren und den Übergang zum allergischen Asthma zu verhindern.

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