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Autorin: Carolin Kühnast – Apothekerin & Fachautorin
Mutter und Tochter kuscheln sich erkältet in eine Decke

Wie Sie die „echte Grippe“ erkennen können

Jeden Herbst aufs Neue steht die Grippe­schutz­impfung an. Für viele Menschen ist der Gang zum Arzt dafür bereits Routine geworden. Andere fragen sich hingegen: Benötige ich diese Impfung wirklich oder kann ich sie ignorieren? Für wen die Impfung wirklich wichtig ist und warum eine regel­mäßige Auf­frischung viele Vorteile mit sich bringt, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Influenza-Grippe oder einfacher Infekt?

Im Alltag ist man sich häufig nicht sicher: Leide ich an einem einfachen grippalen Infekt oder steckt doch die „echte Grippe“ dahinter? Dabei sind die Unter­schiede bereits nach den ersten Tagen deutlich erkennbar. Die harmlose Erkältung zeigt sich in typischen Symptomen wie leichten Kopf- und Glie­der­schmerzen, Heiserkeit, Hals­schmerzen, Husten und Schnupfen. Der Krank­heits­beginn ist oft fließend, wohingegen es bei der Influ­enza-Grippe zu einer schnellen Ver­schlech­terung des All­gemein­zustandes kommt. Das liegt daran, dass sich Grippe-Viren besonders schnell vermehren. Außerdem leiden die Patienten häufig unter erhöhter Temperatur oder Fieber, schweren Kopf­schmerzen und Reiz­husten. Die Krank­heits­dauer ist allerdings ähnlich, meist ist nach 7-10 Tagen alles überstanden. Sicher­heit bringt erst das Fieber­thermo­meter und ein Gang zum Arzt, denn die echte Grippe ist nicht so harmlos wie ein grippaler Infekt.

Der Influenza-Erreger kann unbehandelt zu folgenden Problemen führen:


  • Super­infektion mit Bakterien, die eine schwere Bronchitis bzw. Mittelohr- oder Nasen­neben­höhlen­entzündung auslösen können
  • Schädigungen am Herz-Kreislauf-System, z. B. Herz­muskel­entzündung
  • Kreis­lauf­schock
  • Magen-Darm-Erkrankungen

Schwerer Verlauf vor allem bei Risikopatienten

Die Grippe-Viren werden durch Tröpf­chenin­fektion übertragen. Niesen, Husten und ein mangelnder Abstand zu anderen Personen sind die Haupt­übertra­gungswege. Sie können zudem eine Weile auf Oberflächen überleben, weshalb eine Ansteckung auch durch Hände­schütteln, das Berühren einer Tür, des Einkaufs­wagens oder des Haltegriffs im Bus möglich ist. Personen über 60 Jahre, Schwangere, Kleinkinder sowie Menschen mit einer chro­nischen Erkrankung oder einem geschwächten Immun­system gehören zu den Risiko­gruppen und sind häufig von einem schweren Krank­heits­verlauf betroffen. Sollten Sie an der Influenza-Grippe leiden, reduzieren Sie persönliche Kontakte auf ein Minimum und gönnen Sie sich eine Auszeit. Eine Virus-Grippe muss immer gut auskuriert werden, damit die Erkrankung nicht verschleppt wird. Auch eine Sportpause sollte unbedingt eingelegt werden. Wie Sie Ihre Erkältung optimal auskurieren, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Mit der Impfung vorsorgen

Eine Grippe­schutz­impfung muss besonders bei Personen mit erhöhtem Risiko jedes Jahr im Herbst auf der Agenda stehen. Der Gang zum Arzt oder in die Apotheke sollte zwischen Oktober und November erfolgen, damit Sie über die Winter­monate gut geschützt sind. Sie haben richtig gelesen: Seit Ende 2022 dürfen Apotheker und Apothekerinnen in Deutschland Ihre Kunden mit der Grippe­schutz­impfung versorgen. Sie ergänzen damit die Impfarbeit der Ärzte, um eine bessere Durch­impfrate in Deutschland zu erzielen. Andere europäische Länder gehen als gutes Beispiel voran: In Portugal werden mittlerweile jährlich 600.000 Personen in über 2000 Apotheken des Landes gegen Grippe geimpft.

Was ist in der Impfung eigentlich drin?

Der Impfstoff enthält vier ver­schiedene Influenza-Virus-Stämme, um eine hohe Wirk­samkeit zu ermöglichen. Da sich der Grippe-Virus jedes Jahr verändert, wird je nach Datenlage ein neuer Impfstoff entwickelt. In den letzten Jahren konnte eine Wirksamkeit von bis zu 60% erzielt werden. Gespritzt wird ein Tot­impfstoff, welcher keine vermeh­rungsfähigen Erreger enthält. Die Impfung selbst kann also keine Grippe auslösen. Häufig wird dies mit leichten Impf­reaktionen verwechselt, die nach ein bis zwei Tagen wieder ausheilen. Dazu gehören zum Beispiel Frösteln oder Müdigkeit. Für ältere Patienten gibt es einen weiter­ent­wickelten Hochdosis-Impfstoff, da das Immun­system mit dem Alter weniger stark auf die Impfung anspricht. Für Kinder steht die Impfung in Form eines Nasen­sprays zur Verfügung.

 

Symptome richtig behandeln

Die Therapie einer Influenza-Erkrankung richtet sich immer nach den vorhandenen Begleit­symptomen. Auch die echte Grippe kann auskuriert werden. Wie bei einer normalen Erkältung helfen viele Mittel aus der Apotheke, wichtig ist, immer nur die Symptome zu behandeln, an denen man gerade leidet. Bei Kopf- und Glieder­schmerzen haben sich Wirk­stoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol bewährt, da diese zusätzlich einen fieber­senkenden Effekt haben.

Voraus­sichtlich schwere Verläufe, wie beispiels­weise bei Patienten der Risiko­gruppen, werden mit speziellen anti­viralen Medi­kamenten behandelt. Diese sind ver­schreibungs­pflichtig und müssen gleich mit Krankheits­beginn eingenommen werden, da der Therapie­erfolg stark davon abhängt. Mögliche Folge­erkrankungen werden dadurch eingedämmt und die Begleit­symptome abgemildert.

Generell gilt, Vorsorge ist besser als Nachsorge:


  • Abstand zu erkrankten Personen halten
  • Hände regel­mäßig waschen oder des­infi­zieren
  • die Grippe­schutz­impfung ab Oktober in Ihrer Haus­arzt­praxis oder Apotheke abholen

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