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Autorin: Carolin Kühnast – Apothekerin & Fachautorin
Mann von hinten der sich den Rücken hält

„Ich hab Rücken“ – Volkskrankheit Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind keine Seltenheit

Probleme mit dem Rücken haben wir wohl alle hin und wieder. Ob Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Beschwerden mit dem Nacken – von allem ist etwas dabei. Eine Umfrage des Robert-Koch-Instituts aus 2020 zeigt, dass circa 60 % aller Befragten in den letzten 12 Monaten mindestens einmal Rückenschmerzen erlebten. Da die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter ansteigt, ist es enorm wichtig, bereits in jungen Jahren vorzusorgen.

Häufige Ursachen unterer Rückenschmerzen

Der Schmerz im unteren Rücken kann sehr plötzlich eintreten. Auch wiederkehrende Beschwerden, die in andere Körperbereiche ausstrahlen, sind nicht selten. Dieser sogenannte unspezifische Kreuzschmerz entsteht durch muskuläre Verspannungen, Überanstrengung oder aufgrund falscher Belastung, wenn der Rücken eher untrainiert ist. Als Schutz nehmen Betroffene schnell eine Schonhaltung ein, welche die Beschwerden zusätzlich verschlimmert.

  • Bandscheibenvorfall: Die Bandscheiben sitzen zwischen den Wirbelkörpern. Aufgrund oben genannter Ursachen können diese hervortreten und auf umliegendes Gewebe wie Nerven oder das Rückenmark drücken. Das verursacht Schmerzen, die meist langfristig anhalten.
  • Ischias-Syndrom: Drückt eine hervorgetretene Bandscheibe auf den Ischias-Nerv, strahlt der Schmerz bis in die Beine aus. Dieser Rückenschmerz kann auch durch Entzündung, Quetschung oder Reizung des Ischias-Nervs entstehen.
  • Hexenschuss: Die Schmerzen treten plötzlich, bohrend und ziehend auf. Sie entstehen durch Muskelverspannungen oder Bänder-Überdehnung an der Wirbelsäule.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten:

  • chronische Beschwerden (auch im Intervall wiederkehrend)
  • akute Beschwerden über 48 Stunden
  • zusätzliche andere Symptome wie Kribbeln, Lähmung oder Taubheit
  • stark eingeschränkte Bewegung
  • bei Kindern unter 18 Jahren

In der Arztpraxis wird der Rücken untersucht, um gewisse Ursachen und schwerwiegende Verletzungen auszuschließen. Dazu gehören der Bandscheibenvorfall, das Ischias-Syndrom, rheumatische Beschwerden, Osteoporose und Tumore an der Wirbelsäule.

Prophylaxe ist die beste Medizin

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die gerade keine Rückenbeschwerden haben, sollten Sie regelmäßige Rückenübungen in den Alltag integrieren. Die Muskulatur wird dadurch gekräftigt und sorgt langfristig für einen gesunden Rücken. Kombinieren Sie die folgenden zwei Einheiten mit gezielten Entspannungsübungen.

Zwei Übungen für einen starken Rücken – Einfach für zu Hause

Frau und Mann im Unterarmstütz

Unterarmstütz oder "Plank"

Legen Sie sich auf den Bauch und stützen sich nun auf die Unterarme. Dann drücken Sie sich auf die Zehenspitzen und heben den Bauch vom Boden ab. Diesen dabei anspannen und Nabel einziehen, damit der Rücken schön gerade ist. In dieser Position 30 - 60 Sekunden verweilen, dann absetzen.

Frau im Vierfüßlerstand

Vierfüßler-Streckung

Gehen Sie in die Vierfüßler Position. Strecken Sie den linken Arm nach vorn aus und gleichzeitig das rechte Bein gerade nach hinten. Balancieren Sie die Position aus und verharren für einige Sekunden. Führen Sie nun Ellenbogen und Knie unter dem Körper zusammen und begeben Sie sich danach wieder in den Vierfüßler-Stand. Wiederholen Sie die Übung mit der anderen Körperhälfte. Jede Seite optimalerweise 10 Mal wiederholen.

Therapie von Rückenschmerzen

Leichte Schmerzen können Sie gut in Eigenregie behandeln und auskurieren. Die Wirkstoffe Ibuprofen und Diclofenac sind Mittel der ersten Wahl. Sie reduzieren den Schmerz und wirken der Entzündung entgegen. So nehmen Sie seltener eine Schonhaltung ein, welche langfristig die Beschwerden noch verschlimmern würde. Beide Wirkstoffe können oral in Form von Tabletten nach Beratung in der Apotheke eingenommen oder auch als Creme bzw. Gel auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Haben Sie immer im Hinterkopf, dass Sie einen Arzt aufsuchen sollten, wenn die Beschwerden nach drei Tagen nicht verschwunden oder deutlich besser geworden sind.

Pflanzliche Einreibungen aus Beinwellwurzel-Extrakt, Arnikablüten oder mit Rosmarinöl helfen besonders gut bei Prellungen, Verstauchungen, einem verspannten Nacken oder Muskelkater. Wärmeanwendungen werden oft als wohltuend empfunden, dabei ist es egal, ob Sie ein heißes Bad, Rotlicht oder wärmespendende Pflaster, beispielsweise mit Cayennepfeffer-Extrakt, aus der Apotheke bevorzugen. Kälte sollten Sie stattdessen eher meiden. Bleiben Sie unbedingt in Bewegung und fesseln Sie sich nicht zwangsläufig ans Bett. Integrieren Sie einfache Übungen in den Alltag, um die Rückenmuskulatur zu lockern und das Abklingen der Beschwerden zu fördern. Die Muskeln regenerieren sich schnell mit Hilfe einer Magnesium-reichen Ernährung.

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